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Liebe Petrijünger

Angeln wird immer beliebter und wir freuen uns, daß wir auch Sie zu dem großen Kreis der Sportfischer begrüßen dürfen und beglückwünschen Sie zu Ihrem Entschluß, sich der Fischwaid zu widmen. Trotz des technischen Fortschrittes in der Angelgerätebranche gibt es in der Sportfischerei manche grundsätzlichen Erkenntnisse und Regeln, die sowohl der Anfanger als auch der Fortgeschrittene zu beachten hat, wenn er fischwaidmännischen Erfolg erzielen möchte.

Sinn dieses kleinen Leitfadens ist, daß Sie über das Grundsätzlichste in der Sportfischerei in aller Kürze informiert werden. Wenn Sie nach aufmerksamem Lesen auf der letzten Seite angelangt sind, haben Sie zwar allerlei Zusammenhänge kennengelernt, aber Sie werden bestimmt noch kein Meister der Sportfischerei sein. Denn alles andere ist und bleibt eine Sache der Praxis und Erfahrung.

Mit einem herzlichen "Petri Heil" wünschen wir Ihnen viel Freude und Erfolg beim Sportfischen.


Die 10 Gebote des Sportfischers

  1. Bei der Ausübung der Fischwaid läßt der Angler sich von der Liebe zur Natur leiten.
  2. Ziel des Angelsports ist nicht die Beute um jeden Preis, sondern der Wettstreit zwischen den geistigen, körperlichen und technischen Fähigkeiten des Menschen und dem listenreichen instinktgesteuerten Verhalten des Fisches.
  3. Aufgaben des Anglers sind Pflege und Erhalt eines artenreichen, gesunden Fischbestandes in unseren Gewässern.
  4. Die Liebe zur Natur gebietet dem Angler, seinen Angelplatz und das Gewässer stets sauber zu halten.
  5. Der Angler paßt sich in Kleidung und Verhalten seiner natürlichen Umwelt am Fischwasser an.
  6. Der fischwaidgerechte Angler stimmt sein Gerät optimal auf die zu erwartende Beute ab, um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten und dem Fisch unnötige Qualen zu ersparen.
  7. Der gewissenhafte Angler beachtet streng Mindestmaße, Schonzeiten und Fangbeschränkung bei Massenfängen, wenn er für die Beute keine sinnvolle Verwendung hat.
  8. Das Verhalten des Anglers gegenüber seinen Sportsfreunden ist gerade auch bei Wettbewerben von Kameradschaftlichkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme getragen.
  9. Der gute Angler kennt seine Rechte und insbesondere seine Pflichten. Er informiert sich regelmäßig über neue Methoden und Geräte, die einem immer waidgerechteren Fischen dienen.
  10. Das Recht auf Erholung am Wasser ist nicht allein dem Angler vorbehalten. Dementsprechend rücksichtsvoll verhält er sich gegenüber anderen Erholungssuchenden und versucht ihr Verstandnis und Interesse fur die Freude am Angeln zu wecken.

Fischarten und ihre Umwelt

Der Fisch ist von seiner Umwelt und den sehr oft unterschiedlichen Lebensbedingungen abhängig. Besonders die Wassertemperatur, der Sauerstoffgehalt des Wassers. die Beschaffenheit des Grundes und die Gewässerflora beeinflussen weitgehend den Lebensraum der einzelnen Fischarten.

Fließende Gewässer

Hoch- und Mittelgebirgsbache mit schnellfließendem, klarem und sehr kaltem Wasser: Hier lebt hauptsächlich die Bachforelle. Aber auch die Regenbogenforelle, die Asche und der Dobel fühlen sich hier heimisch.

Bäche und kleine bis mittlere Flüsse mit klarem, gutströmendem, aber schon etwas tieferem und stets kaltem Wasser: Hier ist die Asche zu Hause. Bach- und Regenbogenforelle, Döbel, Rutte, Nase und Aal sind hier aber ebenfalls zu finden.

Mittlere und große Flüsse mit gut strömendem, aber wärmerem Wasser: In dieser Umgebung fängt der Sportangler Barben, Hechte, Döbel, Barsche, Nasen, Rutten, Aale, Zander, Plätzen, Karpfen, Schleien und Gründlinge.

Flüsse in Ebenen, die langsam fließen und meist tief und trübe sind: Auf dem meist schlammigen und krautigen Grund findet der Brachsen, Döbel, Barsch, Hecht, Wels, Karpfen, Aal, Rutte, Barbe, Güster und Plötze ausreichend Nahrung.

Große Flüsse, die in das Meer münden: Auf dem schlammigen, oft bewachsenen Grund halten sich gerne Flundern. Aale, Bresen, Lachse, Meeresforellen, Zander, Rutten und Plötzen auf.

 

Fangplätze an Flüssen

Fangplätze an Flüssen 1
Versunkene Baumstümpfe und verwitterte Stümpfe sind besonders günstige Fangplätze.
Fangplätze an Flüssen 2
Einbuchtungen an Flußufern sind begehrte Nahrungsstellen verschiedener Fischarten.
Fangplätze an Flüssen 3
Schäumendes Wasser an kleinen Wasserfällen suchen oft erfahrene Sportfischer auf.
Fangplätze an Flüssen 4
Hier sollte man es einmal versuchen: Unterwasserfelsen in schneller Strömung.

Stehende Gewässer

Hochgebirgs-Seen: In diesen kalten klaren Gewässern halten sich über felsigem Untergrund sehr gerne Bach- und Regenbogenforellen auf. Auch die Renke und die Koppe findet hier genügend Nahrung.

Gebirgs-Seen: über Fels- und Kiesgrund finden wir die Seesaiblinge, Forellen und Renken. Das sehr kalte und tiefe Wasser ist der ideale Lebensraum für diese Fischarten.

Gebirgsrand-Seen: Pelchen, Renken, Koppen, Forellen, Barsche, Rutten und Hechte gehen in diesem tiefen und kühlen Wasser gerne auf Nahrungssuche.

Flachland-Seen: Hier kommen wohl die meisten Fischarten vor, denn das etwas wärmere Wasser und die verschiedenen Bodenbeschaffenheiten sind die idealsten Fischgründe für Zander, Brachsen, Karauschen, Hechte, Barsche, Karpfen, Schleien, Plötzen, Rotfedern, Güstern, Ukeleis und Rapfen.

 

Fangplätze an Seen

Fangplätze an Seen 1
Ideal sind kleine Buchten, verkrautete Flächen und Ränder tieferer Stellen.
Fangplätze an Seen 2
An Flußeinmündungen finden Fische natürliches Futter. Verkrautete Flächen sind Plätze für Barsche und Hechte.
Fangplätze an Seen 3
Mit Wasserpflanzen bewachsene Stellen in 1,20-3 m Tiefe sind Lieblingsplätze vieler Fischarten.
Fangplätze an Seen 4
Felsen, Riffe und tiefe Löcher sind erstklassige Fangplätze.

 

Grundangelei

Das Grundangeln mit einem Laufblei oder einer Pose ist wohl die einfachste und weitverbreiteste Methode des Fischens, die in fließenden und stehenden Gewässern Anwendung findet:

Grundangeln mit dem Laufblei

Wie der Name es schon sagt, wird der Köder direkt am Grund angeboten. Um dieses zu erreichen. wird ein Laufblei an die Hauptschnur montiert. Damit das Blei nicht uber das Vorfach zum Haken rutscht, wird ein gespaltenes Schrotkorn oberhalb des Vorfaches an die Schnur angeklemmt oder man verbindet vor dem Grundblei das Vorfach mit der Hauptschnur mit einem Wirbel, der gleichzeitig verhindert, daß die Schnur verdreht wird. Das Vorfach sollte eine Länge von ca. 30 cm haben.

Um den Biß eines Fisches festzustellen, ist es bei stehenden Gewässern empfehlenswert, den Schnurfangbügel der Stationärsrolle zu öffnen und die Hauptschnur mit einem Silberpapierstreifen, ca. 30 cm von der Rutenspitze entfernt, zu präparieren, nachdem man die Rute in einen Rutenhalter gesteckt hat.

Entfernt sich der Silberpapierstreifen zum Wasser, hat ein Fisch den Koder angenommen. Jetzt nimmt man die Angelrute vorsichtig in die Hand und setzt den Anschlag.
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Bei fließenden Gewässern wird der Schnurfangbügel geschlossen und die Schnur straff angezogen. An die Rutenspitze befestigt man ein Signalglöckchen, das bei einem Anbiß das akustische Zeichen zum Anschlag gibt.

 

Grundangeln mit einem Schwimmer (Pose)

Eine besonders beliebte Angelmethode, speziell auf Friedfische, ist die mit einem über dem nahen Grunde schwebenden Köder. Den Anbiß erkennt man durch das Eintauchen des Schwimmers, der in entsprechender Höhe, nach vorheriger Auslotung mittels eines Senkbleies, an der Hauptschnur befestigt wurde. Die Pose wird so an die Angelschnur befestigt, daß sie in senkrechter Schwimmstellung an der Wasseroberfläche gehalten wird. Damit der Schwimmer diese Schwimmstellung erhält. wird an der Hauptschnur unterhalb der Pose, je nach Größe, Bleischrot zur Beschwerung angebracht. Der Schwimmer muß speziell auf die jeweiligen Umstände am Wasser angepaßt werden. pic 7-2

 

Grundangeln mit einem Gleitschwimmer

Möchte man in tiefen Gewässern oder weiter vom Ufer fischen, findet die Grundangel mit einer Gleitpose ihre Anwendung. Bei der Gleitpose handelt es sich um einen Schwimmer, der so konstruiert ist, daß die Schnur frei durchlaufen kann. Beim Wurf liegt der Schwimmer auf dem obersten Blei und kann somit sehr gut plaziert werden. Erst nach dem Wurf sackt der Köder durch die Beschwerung ab, bis der an der Hauptschnur befestigte Schnurstopper erreicht wird. Diese Methode wird auch gerne beim Fischen mit lebendem Köder bevorzugt, da der Köder leicht und schonend weit geworfen werden kann. pic 8-1

 

Wie behandele ich meine Teleskoprute ?

Teleskopruten sind qualitativ hochwertige und nach neuesten Erkenntnissen hergestellte Ruten, die aber vernünftig behandelt werden wollen, wenn man viel Freude daran haben möchte.

Einige Tips, die Sie beim Gebrauch von Teleskopruten beachten sollten:

 

Alles auf einen Blick

Fischart Angelrute Köder Schnurstärke in mm Hakengröße Standort Beste Beißzeit
Asche Fliegenrute Spinnrute Kunstfliegen, Naturinsekten, kleinste Spinner 0,20-0,30 8-10 Oberfläche, Mittelwasser Juni-Dez.
Aal Grundrute Tauwürmer, Köderfiscne 0,35-0,50 2-6 Grund Mai-Sept.
Bachforelle Fliegenrute, Spinnrute Kunstfliegen, Naturinsekten, Spinner-Wobbler 0,20-0,30 5-10 Oberfläche, Mittelwasser März-Sept.
Bachsaibling Fliegenrute, Spinnrute Kunstfliegen, Naturinsekten, Spinner, Wobbler 0,20-0,30 3-8 Oberfläche, Mittelwasser Mai-Aug.
Barbe Grundrute Tauwürmer, Maden 0,35-0,50 2/0-2 Grund Juni-Nov.
Barsch Grundrute, Spinnrute Würmer, Köderfische, Zocker, kleine Spinner, Maden 0,25-0,40 3-8 am Ufer, am Grund Juni-Nov.
Brachsen Grundrute Würmer, Teig, Maden, Kartoffeln, gek. Erbsen 0,25-0,40 2-8 Grund April-Okt.
Dobel Grundrute, Spinnrute. Fliegenrute Würmer. Teig, Kunstfliegen. Naturinsekten, kleine Spinner 0,20-0,35 2-8 Grund. Mittelwasser und Oberfläche März-Okt.
Grundling Grundrute Maden, Würmer 0,20 11-15 Grund, Mittelwasser Juli-Sept.
Hasel Grundrute, Fliegenrute Würmer, Maden, Brot. Kunstfliegen, Naturinsekten 0,20-0,35 9-13 Oberfläche, Mittelwasser Juli-Okt.
Hecht Grundrute Spinnrute Köderfische, Spinner, Blinker Wobbler 0,35-0,50 5/0-2 Mittelwasser Mai-Dez.
Lachs und Meer-forelle Fliegenrute, Spinnrute Spinner, Blinker, Wobbler, Lachsfliegen. Streamer 0,35-0,60 3/0-2 Oberfläche, Mittelwasser April-Juli
Regenbogenforelle Fliegenrute, Spinnrute Kunstfliegen, Naturinsekten, Spinner 0,20-0,30 4-10 Oberfläche, Mittelwasser Aug.-Okt.
Rotauge Grundrute, Spinnrute Weizen, Maden, Würmer, Brot, Teig, Kunst- und Naturfliegen 0,20 9-13 Grund, Mittelwasser. Oberfläche Jan.-Dez.
Rotfeder Grundrute, Spinnrute Brot, Teig, Kunst- und Naturfliegen, Maden 0,20 10-15 Grund, Mittelwasser, Oberwasser Jan.-Dez.
Rutte Grundrute Tauwurm, Köderfisch 0,45 1-4 Grund Okt.-Jan.
Schlei Grundrute Wurm, Made, Teig 0,25-0,40 4-8 Grund April-Sept.
Wels Grundrute, Spinnrute Köderfisch, Tauwurm, Spinner 0,50-0,70 4/0- 1 Grund, Mittelwasser Aug.-Okt.
Zander Grundrute, Spinnrute Köderfisch, Spinner 0,35-0,50 2-8 Grund Juni-Dez.

 

Die Spinnfischerei

Die Spinnfischerei wird mit künstlichen Ködern, wie Spinner, Blinker und Wobbler oder mit einem toten Köderfisch am System auf alle Raubfische wie z. B. Barsch, Hecht, Zander, Waller und Schied unter ständigem Auswerfen und Wiedereinholen des Köders vom Ufer oder vom Boot her ausgeübt. Durch die taumelnde Bewegung stellt der künstliche Köder einen fliehenden oder kranken Fisch dar.

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Besonders wichtig ist das Einhängen von Wirbeln am Vorfach zwischen dem künstlichen Köder und Hauptschnur. Die Wirbel verhindern ein Verdrehen der Schnur und verleihen dem Köder volle Bewegungsfreiheit. Muß das Wurfgewicht erhöht werden, so sollte man stets ein exzentrisches Blei verwenden, das ebenfalls ein Verdrehen der Schnur unterbindet. Es ist darauf zu achten, daß der Köder immer so geführt wird, daß die typische Bewegung des Spinnköders erhalten bleibt. Im ruhigen Wasser muß der Köder schneller geführt werden. Im Fließgewässer langsamer, da der Köder sonst zu dicht unter der Wasseroberfläche taumelt.

Der Reizeffekt wird noch erhöht, wenn man den Spinnköder durch kurzes Verhalten etwas absinken läßt. Auch durch ruckartiges Hereinziehen des Köders oder durch Heben und Senken der Spinnrute wird der künstliche Köder besonders fängig, da er durch diese Führung eine natürliche Bewegung erhält.

Blinker sind Reizkörper, die meist aus Metall hergestellt werden. Auf Grund ihrer Konstruktion bewegen sie sich taumelnd und schwebend, drehen sich aber dabei nur selten um die eigene Achse.

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Im Gegensatz zu den taumelnden Blinkern vollführen die Spinner ununterbrochen Drehungen um die eigene Achse. Es gibt aber noch andere Spinner, deren Körper feststehen, während an ihrem Kopf propellerähnliche Flügel um die eigene Achse rotieren (Kugelspinner).

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Wobbler sind Nachbildungen von Fischen aus Holz oder Kunststoff. Sie sind ein- oder mehrteilig, meist bunt bemalt oder beschichtet. Durch ihre ruckartigen Bewegungen sind Wobbler erfolgsversprechende Köder, besonders, wenn Raubfische an der Wasseroberfläche rauben.

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Die Fliegenfischerei

Die Krone der Sportfischerei ist das Angeln mit der Fliege. Es setzt fischwaidmännisches Geschick und ein ganz spezielles Wissen über Standplätze und Nahrungsaufnahme der einzelnen Fischarten voraus. Selbst für routinierte Angler ist die Fliegenfischerei derart schwierig, daß sie jahrelange übung erfordert, ehe man gute Erfolge nachweisen kann.
Mit der Fliegenrute wird hauptsächlich auf Salmoniden gefischt. Aber auch verschiedene Weißfische, wie z. B. Rotauge, Rotfeder, Hasel und Döbel werden gerne mit der Fliege gefangen.

Fischen mit der Naßfliege

Diese Fangmethode wird bei windigem Wetter oder stark strömenden Wasser angewandt. Die nasse versinkende Fliege soll den nur schlecht steigenden Fisch vom Grund weglokken und ihn zum Ambiß verlocken.

Fischen mit der Trockenfliege

Mit Hilfe der Fliegenrute wird die Trokkenfliege bei stillem Wetter so nahe wie möglich an den steigenden Fisch oder an seinen vermutlichen Standplatz plaziert. Wichtig dabei ist, daß die Fliege extrem weich geworfen wird, so daß sie nur so eben auf das Wasser auftippt. Die Trockenfliege sollte dabei mit senkrecht stehenden Flügeln oder Hecheln aufrecht auf dem Wasser hoch aufsitzen und natürlich schwimmen.

Fischen mit der Wasserkugel

Mit einer aus durchsichtigem Kunststoff hergestellten Wasserkugel, die man mittels eines Klemmverschlusses, je nach Wunsch mit Wasser füllen und damit entsprechend beschweren kann, lassen sich verschiedenartige Fangmethoden durchführen. Die Wasserkugel wird hauptsächlich dort angewandt, wo man beim Fliegenfischen nicht ausreichend Platz zu einem erforderlichen, weitausholenden Wurf hat. Diese Angelmethode ist aber auch ideal für den Anfänger im Fliegenfischen, da die Wasserkugel das Fliegenfischen auch mit der Spinnrute und normaler Schnur (0,20-0,25 mm) ermöglicht.

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Fischen mit der Naßfliege
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Fischen mit der Trockenfliege
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Fischen mit einer Trockenfliege und 2 Naßfliegen in verschiedener Tiefe

 

Alles auf einen Blick

Fischart Fliegenrute Schnurstärke Vorfachstärke Hakengröße Hauptfangzeit Köder
Bachforelle leichte bis mittelleichte 5-8 5x-2x Trockenfliege 12-14, Naßfliege 10-12 Feb.-Okt. Trocken- und Naßfliegen, Nymphen
Regenbogenforellen Leichte bis mittelleichte 5-8 5x-2x Trockenfliege 12-14, Naßfliege 10-12 Jun.-Nov. Trocken- und Naßfliegen, Nymphen
äsche leichte bis mittelleichte 5-7 3x-6x Trockenfliege 6-12, Naßfliege 12 Jun.-Dez.; kleine dunkle Fliegen und Nymphen
Bach- und Seesaibling leichte bis mittelleichte 5-7 3x-6x Trockenfliege 10-14, Naßfliege 10-12 Mär.-Okt. Trockenfliege und Naßfliege, Nymphen
Lachs starke 10-12 0x 1/0-2 Mär.-Sep. Lachsfliegen, Streamer
Meerforelle Seeforelle starke 7-9 0x-1x 2-4 Feb.-Sep. Lachsfliegen, Streamer

 

Wichtige Knoten für Sportangler

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So wird eine Stationärrolle gehandhabt:

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  1. Angelrute locker umfassen, so daß Daumen oben und Zeige- und Mittelfinger vor dem Rollenfuß liegen. Darauf achten. daß Rücklaufsperre ausgeschaltet ist. Köder ca. 15-25 cm von der Rutenspitze hängen lassen. Schnur mit der Spitze des Zeigefingers aufnehmen.
  2. Bügel mit der linken Hand öffnen.
  3. Rolle ist wurfbereit. Um gezielt zu werfen, Rute bis zur Senkrechten zügig anheben, dann mit einer kurzen Bewegung des Handgelenks Rute in Zielrichtung schwingen. Ellbogen dabei anwinkeln. Schnur durch Strecken des Zeigefingers loslassen, sobald die Rutenspitze auf das Ziel zeigt.
  4. Wenn der Köder die Wasseroberfläche berührt Schnur durch eine Kurbelumdrehung einfangen. Dabei klappt der Bügel zurück und Rolle ist einholbereit. Der Wurf läßt sich durch Abstoppen mit dem Zeigefinger kontrollieren. Ein paarmal geübt und Sie werden leicht herausfinden, wie es am besten gemacht wird.

 

Hochseefischerei

Hai, Marlin, Thunfisch und Rochen sind Namen von Fischen, die jeden Hochseesportfischer faszinieren. Immer mehr Angler messen ihre Kräfte mit den Großen der Meere und nicht selten bleibt der Fisch Sieger gegen Mensch und Material. Die bevorzugte Fangmethode beim Hochseefischen ist das Schleppangeln. Dafür werden kurze Hochseeruten mit extrem harter Aktion benutzt. Dazu gehören die entsprechend angelegten Multirollen. Als Köder, die ca. 50 m hinter einem Boot hergezogen werden, dienen ganze Fische oder künstliche Köder, wie z. B. Wobbler, Blinker oder Tintenfischimitationen.

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Alles auf einen Blick

Fischart Angelrute Köder Schnurstärke in mm/kg Hakengröße Standort Beste Beißzeit
Dorsch mittlere Hochseerute, 200-400 g Wurfgewicht Wattwürmer, Pilker, Fischstücke 0,40-0,60 1/0-3 Grund Dez.-Feb.
Makrele leichte Hochseerute, 150-250 g Wurfgewicht künstliche Köder, befiederte Haken 0,35-0,40 1-5 alle Tiefen Mai-Aug.
Blauhai mittlere Hochseerute 50-80 Ibs. Heringe, Makrelen 23 kg Dacron 12/0-10/0 40-200 m Jan.-Dez.
Rochen wie Blauhai Krebse, Filetstücke, Bodenfische 36 kg Dacron 10/0 Grundnähe Sep.-Mär.
Conger wie Blauhai Bodenfische 60 kg Dacron 10/0 Grundnähe Jan.-Dez.
Weißhai u. Tigerhai schwere Hochseeangel. 130 Ibs. Fische 2-6 kg 60 kg Dacron 16/0-20/0 1-500 m Jan.-Dez.
Thunfisch wie Tigerhai kleine Sardinen, Makrelen, Heringe 60 kg Monofil 9/0-10/0 spez. Thunhaken 100-400 m Jul.-Okt.
Schwertfisch wie Tigerhai Fische jeder Art 60 kg Dacron 14/0-16/0 0-800 m Jul.-Okt.
Marlin wie Tigerhai Fische jeder Art, Hawaii-wobbler 60 kg Dacron 12/0-14/0 0-800 m Jul.-Okt.

 

Richtiges Anködern

Richtig angeködert ist halb gefangen. Durch die vielfältigen Köder ist es aber nahezu unmöglich, alle Methoden der Anköderung zu zeigen. Deshalb haben wir versucht, nur einige grundlegende Anköderungsmethoden bildlich darzustellen.

Anködern von Würmern

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Anködern eines Wurmes für kleine Fische
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Anködern von zwei Würmern
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Anködern eines größeren Wurmes
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oder
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Anködern am langstieligen Haken

 

Anködern von Brot, Weizen, Teig und Maden

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Anködern einer Kartoffel
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Maden, Köcherfliegenlarven(Sprock)
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Angelbrot, Rinde immer Oben

 

Lebende Köderfische

Die einfachste Befestigung von lebenden Köderfischen ist:
  1. mit Haken an der Oberlippe
  2. mit einem Haken des Drillings dicht unter der Rückenflosse
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b) /pic 17-4

 

Schema einer Angel für einen lebenden Köderfisch

Der Schwimmer muß so groß sein, daß er vom Köder nicht unter Wasser gezogen werden kann. Das Blei hingegen muß so schwer sein, daß der Köder nicht an die Oberfläche kommt. Die Tiefenstellung des Schwimmers richtet sich je nach Standort des Raubfisches, und muß dementsprechend ausgerichtet werden. pic 17-5

 

Drillen - gewußt wie

Wenn ein „Großer“ an der Schnur schutzsuchend abzieht, ist es wichtig, die Richtung des Fisches zu ändern. Wenn die Rollenbremse auf die Schnurstärke eingestellt ist, kann der Fisch durch Heben und Senken der Rute (Pumpen) gedrillt werden. Die beim Heben (womit man den Fisch heranzieht) gewonnene Schnur muß beim Senken der Rute aufgespult werden. Nie versuchen, den Fisch recht schnell ans Ufer zu bringen. So lange drillen, bis er ermüdet ist. Erste Anzeichen dafür sind, wenn der Fisch auf der Seite oder gar auf dem Rücken erscheint. Mit einem Kescher oder Gaffhaken dürfte die Landung kaum mißlingen. Sollten Sie beides nicht zur Hand haben, können Sie sich so helfen.

Kopfgriff Augengriff
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Süßwasserfische

Huchen
No. Deutsch Englisch Französisch Holländisch Itatienisch Spanisch Norwegisch
1 Huchen River Charr Huchon Donauzalm Salmone del danubio Salmón de danubio Donaulaks
2 Lachs Salmon Saumon Zalm Salmone Salmón Laks
3 Seeforelle Lake Trout Truite de Lac Zeeforel Trota di lago Trucha de Lago Ørret
4 Bachforelle Brown Trout Truite Fario Beekforel Trota di torrente Trucha de rio Bekkeørret
5 Regenbogenforelle Rainbow Trout Truite Arc-en-ciel Regenboogforel Trota iridea Trucha arco iris Regnbueørret
6 Bachsaibling Brook Trout Saumon de Fontaine Beek-saibling Salmerino di torrente Trucha de arroyo Bekkerøye
7 Äsche Grayling Ombre Vlagzalm Temolo Umbla Harr
8 Maräne Gwyniad Lavaret Murene Coregone Timalo Russisk sik
9 Felchen Houting Coregone Meerforel Coregone Salmon dorado Sik
10 Stint Smelt Eperlan Spiering Osmeride Eperlano Krøkle
11 Zander Perchpike Sandre Snoekbaars Lucioperca Perca de Pico Gjørs
12 Barsch Perch Perche Baars Persico reale Perca Åbor
13 Karpfen Carp Carpe Karper Carpa Carpa Karpe
14 Karausche Crucian Carp Carassin Kruiskarper Pipo persico Carpa dorada Karuss
15 Brachsen Bream Brème Blei Abramide Brema, Sargo Brasme
16 Plötze/Rotauge Roach Gardon Voorn Scardola Escarcho Mort
17 Rotfeder Redeye Rotengle Rietvoorn Coda fossa Scardola Gobio Sørv
18 Schleie Tench Tanche Zeelt Tinca Tenca Suter
19 Döbel/Aitel Chub Chevaine Meun Cavicchio Cacho Stam
20 Nase Makrel Hotu/Aucou Winde Nasello Escombro Mort
21 Barbe Barbel Barbeau Barbeel Barbio Barbo Karpe
22 Hecht Pike Brochet Snoek Luccio Lucio Gjedde
23 Aal Eel Anguille Paling Anguilla Anguila Ål
24 Wels Sheat-Fish Silure/Mal Meerval Siluro Siluro Malle
25 Quappe Burbot Lotte Kwabaal Gavonchio Mustela Lake
26 Krebs Crayfish Ecrevisse Kreeft Gambero Cangrejo Kreps
Süsswasserfische Huchen Zander Lachs Barsch Schleie Karpfen Seeforelle Rotfeder Plötze/Rotauge Bachforelle Regenbogenforelle Brachsen Äsche Bachseibling Döbel/Aitel Nase Maräne Barbe Karausche Felchen Stint Hecht Aal Krebs Wels Quappe

 

Seefische

No. Deutsch Englisch Französisch Holländisch Italienisch Spanisch Norwegisch
1 Seelachs Coalfish Colin ou lieu noir Zeezalm Squamoso Salmón Sei
2 Dorsch Cod Cabillaud Kabeljauw Merluzzo Bacalao Torsk
3 Schellfisch Haddock Aiglefin Schelvis San Pietro Arinca Hyse
4 Hering Herring Hareng Haring Aringa Arenque Sild
5 Lengfisch Ling Lingue Leng Ling Donzela Lange
6 Heilbutt Halibut Fletan Heilbot Ippoglosso Hipogloso Kveite
7 Rotzunge Witch Flounder Limande sole Hondstong Sogliola Linguata Especie de Lenguado Smørflyndre
8 Rotbarsch Redfish Chevre Klipvis Sebaste Gallinha de mar Uer
9 Makrele Mackerel Maquereau Makreel Macherello Sarela, Cavalla Makrell
10 Seehecht Hake Merluche Zeesnoek Merluzzo Merluza Lysing
11 Maifisch Alice-Shad Alose Elft Alosa Saboga Maisild
12 Merlan Whiting Merlan Wijting Merlano Badejo-Lechera Hvitting
13 Seezunge Common sole Sole Tong Lingua Sogliola Lenguado Tunge
14 Dornhai Spiny dogfish Aiguillat Doornhai Spinarolo Mielga Agullat Pigghå
15 Scholle Plaice Pile ou carrelet Schol Passera Platija, Platusa Rødspette
16 Steinbutt Torbot Turbot Tarbot Rombo Radaballo Piggvar
17 Knurrhann Grey Gurnard Grondin Poon Cuocciv, Goggi Cabra-Rubio Knurr
18 Hummer Lobster Homard Zeekreeft Aragosta Langosta Hummer
19 Sardine Sardine Sardine Sardine Sardenha Sardina Sardin
20 Garnele Shrimp Crevette Garnaal Granchiolino Gamba Sandreke
21 Miesmuschel Mussel Moule Mossel Cozza Mejillón Blåskjell
22 Auster Oyster Huitre Oester Ostrica Ostra Østers
Seefische Seelachs Dorsch Schellfisch Hering Lengfisch Heilbutt Rotzunge Rotbarsch Makrele Seehecht Maifisch Merlan Seezunge Dornhai Scholle Steinbutt Knurrhahn Hummer Sardine Garnele Miesmuschel Auster